Was ist MOTS-C?
Der Name steht für „Mitochondrial ORF of the 12S rRNA type-c“: Die Bauanleitung liegt in einem Abschnitt der mitochondrialen DNA, der eigentlich für ein Bauteil der Ribosomen zuständig ist. MOTS-c gehört damit zu den mitochondrial kodierten Peptiden, einer erst vor wenigen Jahren entdeckten Gruppe. Die Sequenz lautet MRWQEMGYIFYPRKLR, die molare Masse 2.174,6 g/mol (CAS 1627580-64-6).
Forschungsstand: Was Studien zeigen
Die Erstbeschreibung von 2015 zeigte, dass MOTS-c in Zellen das Enzym AMPK aktiviert, einen zentralen Energiesensor. Mäuse, die MOTS-c erhielten, waren besser vor ernährungsbedingter Insulinresistenz und Gewichtszunahme geschützt. Eine spätere Arbeit berichtete, dass MOTS-c bei Belastung in den Zellkern wandert und dort Gene für die Stressabwehr beeinflusst. Bei älteren Mäusen verbesserte es in einer Studie die körperliche Leistungsfähigkeit.
Am Menschen wurden bisher vor allem MOTS-c-Spiegel im Blut gemessen, etwa im Zusammenhang mit Sport. Kontrollierte Studien mit verabreichtem MOTS-c gibt es nicht. Mehr dazu im Beitrag MOTS-c in der Forschung.
Regulatorischer Status
MOTS-c ist nicht als Arzneimittel zugelassen. Wir verkaufen es ausschließlich als Forschungsreagenz, ohne Anwendungs- oder Dosierungshinweise.
Verwandte Produkte
Ein weiteres Peptid mit Bezug zu den Mitochondrien ist SS-31; die Unterschiede zeigt MOTS-c vs. SS-31. MOTS-c gibt es außerdem als Kapseln.










